Gronau-Hessen-Nassau
Kleine Geschichte(n) - von kleinen Leuten - in einem kleinen Dorf

Frühgeschichte


   römische Scherben , 1967 in Gronau ausgegraben

Gronau von der Steinzeit bis zur ersten urkundlichen Erwähnung des Orts - Namens 

 5000 bis 2000 v. Chr.
Jungsteinzeit 

Siedlungsfunde in der Gemarkung,
 Besiedlung durch die sogenannten Bandkeramiker. 
( Diese waren so benannt, weil sie in ihre Tongefäße Bandmuster als Verzierung einritzten. )

R. Janse fand eine 4,3 cm lange neolithischen Pfeilspitze in der Gemarkung Gronau. 

Ein vermutlich alter Menhir ist in der Vilbeler Gemarkung „Am Gickelstein" an der Grenze zu 
Gronau gefunden worden, in Gronauer Urkunden von 1552 wird dieses Feld 
als „Hunengrabin" - „Hünengrab" bezeichnet.
 
 2000 bis 800 v. Chr.  
Bronzezeit, 

Siedlungsfunde
Bei Ausgrabung eines römischen Gutshofes in Gronau 
wurden einige, mit Einkerbungen verzierte, Scherben von Gefäßen aus der Bronzezeit 
gefunden.
 
 800 bis 50 v. Chr.  
Eisenzeit, 

einzelne Funde keltischen Ursprungs , 
zum Beispiel ein „Spinnwirbel" sowie Scherben aus der Latène-Zeit im Bahneinschnitt 
in der Riedmühle
 
 58 bis 51 v. Chr.
Römische Zeit

Unter Julius Cäsar gerät das Gebiet der Wetterau mit dem „gallischen Krieg" 
unter römischen Einfluss.
Unter Kaiser Augustus  römische Feldzüge in die Wetterau unter den Feldherren
 „Drusus" und „Germanicus"
 
 10 v. bis 260 n. Chr.
römische Gutshöfe im Süden der Gemarkung, 
Ein römisches Straßennetz in Richtung Vilbel, über Dorfelden nach Friedberg und 
Richtung Hanau ist entstanden.

Bereits 1895 wurden vom Lehrer „Cämmerer" an der Niederdorfelder Straße römische 
Gebäudereste gefunden.
Ein größerer Gutshof an der Vilbelerstraße etwa Höhe Taunusring wurde 1967/72 
ausgegraben, zahlreiche Funde.Ebenfalls in diesem Zeitraum wurde der Grundriss 
eines römischen Gebäudes mit den Ausmaßen von etwa 17 x 25 m 
in der Flur 21 „Auf dem Hundsrück" freigelegt
 
 260 bis 400 n. Chr. Völkerwanderung
Auch die Wetterau wird durch die „Völkerwanderung" betroffen. Nach Eroberung des Limes 
durch „Chatten ( Hessen)" und alamannische Stämme wie die Sueben und Semnoneen 
wurden  die römischen Siedler verdrängt und die südliche Wetterau durch alamannische 
Stämme besiedelt. 
In der Vilbeler Gemarkung sollen nach der Überlieferung sieben alamannische Höfe 
bestanden haben.
Um 400 nach Christus drangen von Nordwesten kommen fränkische Stämme in die Wetterau 
ein. Im Jahr 496 wurden die „Alamannen" durch die Franken besiegt und die alamannische 
Herrschaft ging endgültig zu Ende.
 
 500- 700 n. Chr.
Fränkische Zeit

erste Besiedlung durch die Franken im Tal der Nidda und Nidder
 
 6. Jahrh. .n. Chr.
Anfänge dörflicher Besiedlung, 
die Gegend um Gronau, Vilbel, Dortelweil gehört zum
 „Niddagau" (als Nithagowe erstmals 774 urkundlich erwähnt)
Dazu gehörten neben Gronau die Orte Vilbel, Dortelweil, Ilbenstadt, Petterweil, 
Eschborn, Seulberg, Bonames, Bergen u.a. , bemerkenswert, die Orte gruppieren 
sich um den einstigen römischen Verwaltungssitz Nida ( heute Heddernheim)
 
 786
erste schriftliche Namensnennung als „Gronowe"
(Urkunde unterzeichnet am25. Februar 786 )


 
 855  Gronowa - Gronau heißt jetzt  in einer Schenkungsurkunde "Guonowa"
Schenkung des Gronauer Hofgutes an das Reichs-Kloster Lorsch
Gutsbesitz „270 Morgen und 21 Hörige", 
(1170 nochmals mit 240 Morgen genannt)