Gronau-Hessen-Nassau
Kleine Geschichte(n) - von kleinen Leuten - in einem kleinen Dorf

Das Gronauer Denkmal

von Hansfried Münchberg




Vor einhundert Jahren, nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde von den Gronauern ein Denkmal für die Gefallenen und Vermissten des Krieges auf den Kirchhof aufgestellt. (Ein genaues Datum konnte ich bisher nicht ermitteln)

Der mit der Gestaltung des Mahnmals beauftragte Bildhauer war niemand Geringeres als der 1876 in Hanau geborene August Bischoff.

Dieser hat in Hanau (Zeichenakademie) und Frankfurt (Städelsche Kunstschule) studiert und hatte seine Bildhauer-Ateliers ebendort.
 Er schuf, außer dem Gronauer Denkmal,  etliche Werke die heute in Frankfurt, Hanau und anderen hessischen Ortschaften als Brunnen oder Denkmale zu sehen sind. So zum Beispiel die Kolossal-Figuren auf dem Hanauer Hafentor  „Denkmal der Arbeit“, auch "Käs-Roller" genannt, wegen der Zahnräder, auf die sich der Arbeiter stützt oder den benachbarten Arbeiter der Stirn, einem Menschen der den Kopf in die Hand gestützt, sichtlich angestrengt nachdenkt.
Außerdem fertigte er zahlreiche Design-Entwürfe für die Hanauer Gold- und Silberindustrie.

Leider wurde das Denkmal im letzten Jahr, von vermutlich gutmeinenden Gronauern, mit einem Eimer weißer Farbe überzogen und damit dem Wechselspiel von unterschiedlichem Stein sowie dem Reiz der Witterunsspuren beraubt.






 
Die Bilder sind von Christa Heinrich und Hansfried Münchberg
(bitte copyright beachten)